
Chris Cabrim im EXODUS Magazin – Other Worlds trifft Science Fiction
Zwei Anzeigen in der letzten Jubiläumsausgabe 50.1 / 50.2
EXODUS erscheint seit 1975 als Print-Magazin für Science-Fiction-Stories und phantastische Grafik. Zur Jubiläums-Doppelausgabe 50.1 / 50.2 – der letzten EXODUS-Ausgabe überhaupt, Erscheinungstermin 22. Juni 2026 – bin ich mit zwei Anzeigen vertreten: beide stammen aus der Werkgruppe „Other Worlds“, eine zeigt eine Arbeit der Serie „Primal Bodies“ und die zweite ein Werk der Serie „Galaxies“, welches zur Kunstmiete einlädt.
Warum gerade dort? Weil das Umfeld ungewöhnlich gut passt. EXODUS ist ein Ort, an dem Bildräume nicht rein illustrativ funktionieren müssen. Sie dürfen offen bleiben, atmosphärisch, fragmentarisch und eigenständig. Genau darin berührt sich phantastische Grafik mit der Logik von „Other Worlds“: Das Material trägt die Arbeit, nicht die Erklärung.
Meine Arbeiten erzählen keine Science-Fiction-Geschichte. Aber sie öffnen Bildräume, die kosmisch, innerlich oder materiell gelesen werden können – je nachdem, aus welcher Entfernung man sie betrachtet. In diesem Sinn ist EXODUS für mich kein beliebiger Anzeigenplatz, sondern ein stimmiger Resonanzraum.
Zwei Arbeiten, die sich in den SF-Rahmen fügen
Kosmische Assoziation als Lesart
Die Auswahl ergab sich aus der Werklogik: Galaxies 18 und Primal Bodies 2 schließen über Tonwert, Form, Oberfläche und Verdichtung an den Science-Fiction-Rahmen an. Kosmische Assoziationen sind hier ausdrücklich erlaubt, weil sie nicht behauptet werden: Sie entstehen aus dem Material und seiner Erscheinung, aus den Arbeiten selbst heraus.
Galaxies 18 ist ein Feld, das Tiefe über Tonwert und Übergang aufbaut. Primal Bodies 2
ist ein verdichteter Körper mit Reliefstruktur. Zwei Pole derselben Arbeitslogik, einmal als Fläche und einmal als Objekt.

Primal Bodies 2 · Pigment auf Kompositmaterial · Objekt oben: 9,5 × 9,5 × 1 cm · Objekt unten: 17 × 17 × 1 cm · 2024
Galaxies 18 – wenn Pigment Tiefe baut
Die Matrix-Lesart: die abgewandte Seite
Für mein Werk gibt es eine Lesart welche zu „The Matrix“ von 1999 führt: zu jener Szene mit Morpheus und Neo im sogenannten Construct – zwei Sessel, ein alter Röhrenfernseher, ein weißer Raum, in dem sich alles laden lässt. Im Film sehen wir diese Szene von vorn: die Vorderseite der Sessel und die Rückseite des Fernsehers. Was hinter der Fläche liegt, der Raum, aus dem die Dinge auftauchen, bleibt abgewandt.
Für mich kehrt „Galaxies 18“ diese Blickrichtung um. Das Bild zeigt nicht die Szene, sondern die Seite, die im Film verborgen bleibt: den Raum hinter der Fläche, die Tiefe, aus der etwas erscheint. Das ist eine Lesart, kein Inhalt. Getragen wird sie nicht von der Erzählung, sondern vom Material: fluid geführtes Pigment, Rot und Blau als zwei elementare Farbpole, eine starke Dunkelzone, aus der Leuchtfelder hervortreten. Sie wirken nicht aufgetragen, sondern freigelegt – durch Schichtung, Ansammlung und Verdichtung von Pigment.
Das ist kein Science-Fiction-Bild. Es ist ein Bild mit SF-Atmosphäre. Genau deshalb ist EXODUS für mich kein beliebiger Anzeigenplatz, sondern ein stimmiger Resonanzraum.
Primal Bodies 2 – Form, die sich selbst verortet
Himmelskörper als Effekt, nicht als Absicht
Ein runder Körper auf hellem Grund. Pigment, das sich zur Mitte hin verdichtet. Kanten, an denen Abrieb und Schichtung Tiefe zeigen – als hätte man etwas freigelegt, nicht gemalt.
Die erste Assoziation ist fast unvermeidlich: ein Planet, ein Mond, ein Körper im Orbit. Das ist keine falsche Lesart – aber auch keine beabsichtigte. Aus der Perspektive der Werkgruppe „Other Worlds“ steht „Primal Bodies #2“ eher für verdichtete Momente: Meilensteine, Erfahrungen, innere Markierungen mit Gewicht.
Die Arbeit ist ein Reliefobjekt aus Pigment und Kompositmaterial. Was kosmisch wirkt, entsteht nicht durch Motiv oder Erzählung, sondern durch Form, Farbe, Oberfläche und Kante. Was wie die Oberfläche eines fernen Körpers erscheint, ist in Wirklichkeit Schichtung und Materialbildung auf wenigen Millimetern Relief.
So wird „Primal Bodies 2“ zu einem stillen Einstiegspunkt: Die Arbeit lässt Assoziation entstehen, ohne sie zu behaupten. Sie fügt sich in den EXODUS-Kontext, ohne ihn in erster Linie bedienen zu wollen.



Primal Bodies 2 · Pigment auf Kompositmaterial · Objekt oben: 9,5 × 9,5 × 1 cm · Objekt unten: 17 × 17 × 1 cm · 2024
Other Worlds – das System hinter den Arbeiten
Zustand, Schicht, Spur – und was das bedeutet
Other Worlds – Inner Universe in Suspension ist kein Thema, das illustriert wird. Es ist eine Arbeitslogik: Pigment als Spur, Schichtung als Zustand zwischen Aufbau und Abschluss, Kante als Stelle, an der eine Entscheidung sichtbar bleibt. Jede Serie öffnet ein eigenes Feld innerer Kartografie wie Gedankenräume, innere Topografien wie Erfahrungen, die sich ablagern oder gewichtige Ereignisse, wie Meilensteine.
In der Praxis heißt das: Kontrolle und Zufall bleiben koexistent. Kein glatter Abschluss, der alles verdeckt. Der Prozess sitzt in der Oberfläche – aus der Nähe über die Textur und Schichtungen lesbar.
Galaxies 18 und Primal Bodies 2 markieren zwei Pole: einmal als Feld, das Tiefe über Tonwert und Übergang baut; einmal als verdichteter Körper auf Reliefträger. Beide Originale sind Unikate. Fine-Art-Prints aus Other Worlds sind separat erhältlich.

Kunst zur Miete – worum es in der zweiten Anzeige geht
Ein Werk im Raum erleben – ohne Kaufentscheidung
Die zweite Anzeige lädt zur Kunstmiete ein. Manchmal ist es einfacher, ein Werk zu erleben, bevor man es besitzt. Ausgewählte Arbeiten aus Other Worlds sind deshalb zur Miete verfügbar — für Büros, Praxen, Showrooms und Privaträume. Kurze Anfrage mit Raumsituation, du bekommst zwei bis drei passende Arbeiten mit Werkdaten und Konditionen, danach Lieferung oder Abholung.
FAQ & Kontakt
Fragen zu Werken, Rahmung, Kauf
Bei Fragen und Anfragen bin ich gerne telefonisch, auf Instagram oder per Mail erreichbar.
Was ist das EXODUS Magazin?
Ein seit 1975 erscheinendes Print-Magazin für Science Fiction Stories und phantastische Grafik. Die Ausgabe 50.1 / 50.2 ist die letzte und erscheint als Jubiläums-Doppelausgabe am 22. Juni 2026.
Wie ist Chris Cabrim in der Ausgabe vertreten?
Mit zwei Anzeigen: eine zeigt zwei Arbeiten aus Other Worlds (Galaxies 18 und
Primal Bodies 2), eine lädt zur Kunstmiete ein.
Welche Arbeiten sind im Heft zu sehen?
Galaxies 18 (Pigment auf Leinwand, 40 × 40 cm, 2026) und Primal Bodies 2 (Pigment auf Kompositmaterial, Reliefobjekt) – beide aus Other Worlds – Inner Universe in Suspension.
Illustrieren die Werke eine SF-Geschichte?
Nicht direkt. Die Verbindung läuft über Atmosphäre und Bildwerte: Dichte,
Dunkelzonen, Übergänge – materialisch begründet, nicht erzählerisch.
Sind die Werke verfügbar?
Status, Werkdaten und Rahmungsoptionen gibt es auf Anfrage – in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen.
Welche Rahmungsoptionen gibt es?
Je nach Werk Studio-, Standard-, Schattenfugenrahmen oder Museumsglas. Was passt, klären wir passend zum Einsatzort.
Wie funktioniert die Kunstmiete?
Kurze Anfrage mit Raumsituation. Details auf der Kunstmiete-Seite.
Gibt es weitere Arbeiten aus Other Worlds?
Ja – mehrere Werkgruppen: Galaxies, Primal Bodies, Stellar Grounds, Obscure Relics, Imprints, Aurora, Fragments und Cosmic Events.
Artletter – Other Worlds
Updates, wenn es etwas zu zeigen gibt
Keine wöchentlichen Mails, kein Algorithmus. Der Artletter erscheint unregelmäßig – wenn neue Arbeiten entstehen, Ausstellungen anstehen oder Fine-Art-Prints verfügbar werden. Wer dabei sein will, trägt sich ein.

