Intention und Haltung

Intention und Haltung​

Antrieb Meiner Arbeit

Als Künstler aus Köln Ehrenfeld sehe ich Kunst nicht als Abbild, sondern ein Prozess der Verdichtung. Ich arbeite mit Schichtungen, Brüchen und Materialeigenschaften, die sich dem schnellen Zugriff entziehen. Meine Arbeiten entstehen in einem Spannungsfeld aus Kontrolle und Zufall – zwischen physischer Präsenz und poetischer Abstraktion.

Meine Mixed Media Kunst entsteht in einem Spannungsfeld aus Kontrolle und Zufall – zwischen körperlicher Materialität und poetischer Abstraktion.

Statt einer linearen Botschaft suche ich nach Zuständen: visuell, materiell, gedanklich. Die Werke laden ein, sich einzulassen – nicht auf eine Erklärung, sondern auf ein Erleben.

Chris Cabrim Crafts and Art - Other Worlds - Fragments zur Kunstroute Ehrenfeld 2025 in der Hansemannstrasse bei Electric Eel Tattoo
Werkdetail aus dem künstlerischen Prozess von Chris Cabrim: verlaufende Farben, Risse und experimentelle Schichtungen als Teil einer offenen Mixed Media Praxis.

Künstlerische Haltung

Zwischen Präzision und Unsicherheit

Meine Arbeiten entstehen aus einem Interesse an offenen Formen. Ich gebe Materialien Raum, sich zu verhalten – Farben dürfen verlaufen, Strukturen sich überlagern, Oberflächen reißen. Diese Offenheit ist Teil einer künstlerischen Haltung, die sich zwischen traditioneller Technik und zeitgenössischer Experimentiervielfalt bewegt.

Das bedeutet: Ich arbeite mit großer Sorgfalt, aber lasse auch Kontrollverlust zu. In dieser Ambivalenz liegt für mich die eigentliche Spannung des künstlerischen Prozesses.

Form und Material

Textur als Sprache

Materialien sind für mich keine Träger von Inhalten, sondern aktiver Teil der Komposition. Ich arbeite mit Tinten, Sprays, modellierter Masse, Pigmenten und experimentellen Trägern. Die Oberfläche wird zum Resonanzraum, in dem sich Erinnerung, Bewegung und Struktur überlagern.

Viele meiner Werke changieren zwischen Bild und Objekt. Gerade diese Unentschiedenheit interessiert mich – sie öffnet Räume der Interpretation.

Die Textur wird zur Sprache, die über reine Form hinausgeht – ein zentraler Aspekt meiner Mixed Media Praxis.

Werkdetail aus der Serie Primal Bodies von Chris Cabrim. Die reliefartige Textur verdeutlicht den Übergang von Bild zu Objekt und die Materialität als zentrales Ausdrucksmittel seiner Mixed Media Kunst.

Werkgruppen und Serienstruktur

Other Worlds als fortlaufendes System

Meine Arbeiten entstehen aus einem Interesse an offenen Formen. Ich gebe Materialien Raum, sich zu verhalten – Farben dürfen verlaufen, Strukturen sich überlagern, Oberflächen reißen. Diese Offenheit ist Teil einer künstlerischen Haltung, die sich zwischen traditioneller Technik und zeitgenössischer Experimentiervielfalt bewegt.

Das bedeutet: Ich arbeite mit großer Sorgfalt, aber lasse auch Kontrollverlust zu. In dieser Ambivalenz liegt für mich die eigentliche Spannung des künstlerischen Prozesses.

Beobachtung & Reflexion

Notationen
eines Blicks

Wahrnehmung zu fixieren – oder zu irritieren. Dabei geht es nicht um ein festes Motiv, sondern um Momente der Verdichtung: Licht, Textur, Bewegung, Stille.

In diesen Momenten zeigt sich für mich die Kraft der Kunst – nicht als Dekoration, sondern als Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und zu erweitern.

Diese Gliederung erlaubt mir, verschiedene Aspekte meiner Arbeit differenziert zu erforschen und gleichzeitig eine übergeordnete Sprache zu entwickeln.

Diese Beobachtungen verstehe ich als Teil eines künstlerischen Denkens – eine visuelle Forschung, die sich tastend voranbewegt.

Der Künstler arbeitet im urbanen Raum direkt mit der Umgebung: Ein Kohlepapier liegt mit der aktiven Seite auf einer strukturierten Bordsteinkante, darüber ein Blatt Papier. Mit den Fingern reibt Chris Cabrim der Oberfläche entlang und überträgt das Muster sichtbar auf das Papier – ein performativer Prozess der Spurensicherung.
Detailaufnahme eines Mixed Media Objekts von Chris Cabrim: Eine schwarze, rissige Oberfläche aus modellierter Masse, durchbrochen von pastellfarbenen Pigmentfeldern in Rosa, Türkis und Violett. Das Werk changiert zwischen Artefakt, Gestein und künstlerischem Objekt und steht exemplarisch für die Serie Fragments.

Zwischen Bruch und Schönheit

Texturen als Erinnerung​

Viele meiner frühen Arbeiten entstanden aus der Faszination für zerstörte Oberflächen – für Risse, Abplatzungen, Erosion. Sie erinnerten mich an Orte, die vom Leben gezeichnet sind, an eine stille Schönheit, die erst im Unvollkommenen sichtbar wird. Diese rauen Oberflächen sind kein Effekt – sie verweisen auf eine materialbasierte Ästhetik, die Erinnerungen in Struktur übersetzt

Heute geht mein Blick weiter: Ich beginne, solche Texturen selbst zu erschaffen. Strukturen, die wirken wie durch Zeit und Natur geformt – nicht künstlich erzeugt, sondern gefunden. In meinen Malereien und Objekten entstehen damit Fragmente anderer Welten: sedimentierte Schichten, raue Übergänge, natürliche Überlagerungen. Sie verweisen auf etwas Davor und Danach.

Vielleicht ist es diese Bewegung, die meine Arbeit durchzieht – von der Bruchstelle zur Oberfläche, vom Fragment zur eigenen Bildwelt. Nicht als Statement, sondern als Einladung zum genauen Hinsehen.

Kunst FAQ

Häufig gestellte Fragen

Bei Fragen und Anfragen bin ich gerne telefonisch, Bei Instagram oder per Mail erreichbar. 

Was bedeutet „Intention“ in der zeitgenössischen Kunst?

Intention ist nicht gleich Bedeutung. Sie beschreibt eine Haltung, die sich im Prozess ausdrückt – nicht in einer fertigen Aussage. In meiner Arbeit liegt sie oft in der Entscheidung für Offenheit, Materialität und Ambivalenz.

Meine Werke entstehen in Schichten. Ich arbeite mit Pigmenten, Tinten, Gesteinsmehl, Texturmitteln und unterschiedlichen Trägern – malerisch, skulptural, experimentell.

Ehrenfeld ist ein Ort des Übergangs, des Experiments und der Vielfalt. Diese Atmosphäre prägt meine Arbeit – sie entsteht nicht im Elfenbeinturm, sondern im Austausch mit der Umgebung.

Jede Serie geht einer anderen ästhetischen oder materiellen Fragestellung nach. Von spekulativen Artefakten („Fragments“) bis zu atmosphärischen Tiefen („Stellar Grounds“) geht es immer um Material und Wahrnehmung.

Keine festen Botschaften. Ich möchte Räume öffnen, in denen Wahrnehmung, Erinnerung und Sinnlichkeit miteinander in Kontakt treten – jenseits eindeutiger Interpretationen.